Aller Anfang ist Zwiebel

5.6.2016

Jeder Tag, jedes Gericht beginnt in unserer Küche mit dem Schälen, Schneiden, Andünsten oder Braten von Zwiebeln. Die Zwiebel ist die Basis eines jeden Essens. Der Duft von kleingeschnittenen Zwiebeln in Öl oder anderen Fetten vermittelt einem ganz schnell: hier entsteht etwas, das Kochen beginnt. Der Anbeginn eines Bratens, einer guten Bolognese, eines leckeren Dhalgemüses oder unseres Linsensalates ist immer die Zwiebel. Mehrere Kilos verbraucht jeder Mensch im Jahr. Bei uns sind es wöchentlich gut 15 Kilogramm. Und was gibt es Besseres als den Duft von anschwitzenden Zwiebeln – in Kombination mit Knoblauch, Thymian und Butter?

 

 

Die Zwiebel hat es nicht immer leicht. Viele Tränen verursacht das tolle Gemüse – auch in unserer Küche. Ob Taucherbrille, Luft anhalten, durch die Nase atmen, die Zwiebel vor dem Schälen abwaschen, – alles bereits erprobte Theorien und Mythen, die um das tolle Gemüse kreisen, aber nicht wirklich aufgehen.

Warum weinen wir, wenn wir mit Zwiebeln arbeiten? Es gibt die chemische Antwort, die nun jeder hier ergoogeln kann, aber unsere liebe Köchin, Ingrid, erzählte uns diese wunderbare Geschichte:

 

 

Zu Zeiten der Feudalherrschaft waren die Bauern dazu verpflichtet, ihr angebautes Gemüse ihren Herren jederzeit zur Verfügung zu stellen. Einer von ihnen zweifelte an diesem System und fragte die anderen Bauern, warum sie denn all ihr Gemüse abgeben müssen und selbst kaum etwas zum Leben hätten. Die anderen Bauern kannten es nicht anders und nahmen es so hin. Nur der eine mutige Bauer verweigerte nun bis auf Weiteres diese Abgabe. Die Herrschaften und Gutsleute hörten davon und beschlossen, den Bauern für seine Aufmüpfigkeit hängen zu lassen. Es waren nun nicht die anderen Bauern, die um den getöteten Bauern trauerten, sondern das Gemüse, insbesondere die Zwiebeln. So sollte ein jeder als Strafe für diese Tat weinen, wenn er eine Zwiebel schneiden sollte und somit um den verstorbenen Bauern trauern.

 

 

Wann immer wir nun eine Zwiebel schneiden, wissen wir warum und um wen wir weinen. Übrigens ist es nicht nur der Anfang, der eine Zwiebel so magisch macht. Als Schmorzwiebel oder Röstzwiebel ist dieses Gemüse eine wunderbare Dekoration oder Vollendung eines Essens. Erfreut euch an diesem wunderbaren und gesunden Gemüse. Lecker!

 

(Bildquelle: photocrew / fotolia.com) 

 

Ob weiß, ob rot, Zwiebeln sind ein äußerst gesundes Gemüse. Besonders die roten Zwiebeln enthalten doppelt so viel Antioxidantien wie weiße oder gelbe Zwiebeln. Nicht umsonst war die Zwiebel "Heilpflanze des Jahres 2015". Sie wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus, regelmäßiger Verzehr, vor allem roher Zwiebeln, kann krebsvorbeugend sein, sie regen den Stoffwechsel an, als Hausarznei hilft sie beim Beruhigen von Insektenstichen und sie kann Ohrenschmerzen lindern.

 

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